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Aktuelles

06.02.2012 | President´s Letter 2012

Liebe Fivensegler, Interessierte und Neugierige,

Die Segelsaison 2011 ist längst beendet und nachdem viele bereits den Skiurlaub hinter sich haben, sehnen wir den ersten Schlag in der Saison 2012 herbei.

Ich wünsche allen ein gesundes und beruflich wie seglerisch erfolgreiches Jahr 2012.

Diese Zeit des seglerischen Wartestands gibt Gelegenheit, auf 2011 zurückzublicken und einen Ausblick auf 2012 zu wagen.

Wenn wir 2011 betrachten, tun wir das wie auch in den vergangenen Jahren mit berechtigtem Stolz. Wir segeln ein Boot, dessen Form mittlerweile fast 60 Jahre alt und dank der ständigen Weiterentwicklung für viele Topsegler immer noch das Maß der Dinge ist. Dieses gilt national wie international. Wir haben starke Flotten in Übersee (USA, Australien).

Bei Betrachtung der Meldungen zu den letzten Europa- und Weltmeisterschaften in 2011 konnten wir erfreulicherweise auch Boote aus Ländern verzeichnen, die lange nicht auf Großevents anwesend waren. Insgesamt waren 14 Nationen vertreten.

06.02.2012 | Liebe Fivengemeinde,

das 505 Skiwochenende war wieder einmal ein voller Erfolg. 25 aktuelle und ehemalige Fiven.

Traumhaftes Wetter (na gut nicht ganz am Samstag war Nebel), eine schöne Hütte, Pulverschnee (ich geb’s zu schwer war er schon und nix mehr Pulver aber immerhin viel davon).

Timmi, Finn und Frieder verspätet angekommen vom Flughafen haben einen Schneemobil Express die Piste hoch mit bis zu 70km/h bekommen.

Es hat allen so gut gefallen daß wir sofort wieder für 2013 gebucht haben.

Nur Iris hat sich leider die Bänder am linken Knie abgerissen und wurde am Dienstag operiert.

Deshalb schreibe auch ich den Kurzbericht, bis zur Segelsaison wird sie aber auch wieder fit sein.

Viele Grüße aus den Alpen

Wolfi GER-8901/8990


28.11.2011 | 5 505 Segler auf dem Weg in die Karibik

www.worldcruising.com/arc SY Twelve Moons Dort findet der Betrachter eine Verlinkung zu Tracker, News unter unserem Bootsnamen. Stefan Schollmayer, Wolfgang Stückl ,Enno Wils Alexander von Mertens, Markus Mühlbauer.
Daily Log unter http://www.worldcruising.com/arc/dailylogs.aspx?EIValue1=9195
Der Süden, wer hätte das gedacht. Direkt nach dem Start waren wir auf direktem Kurs in Richtung Karibik. Obwohl das Routing unserer NaviSoftware uns notorisch in Richtung Norden schickt, verbleiben wir seither auf unserer Route Süd. Es galt ein grosses Gebiet in der Mitte des Kurses zu umfahren. Nicht die Gribdaten, sondern die durchschnittlichen Winde in den Sektoren der Atlantikquerung beinflussen unsere Kurswahl. Auf der Grosskreiskarte ist unser Weg als 'Route 2 in die Karibik' bezeichnet. Die Gribs, die wir zweimal pro Tag per Mail erhalten und in unser Routen Programm laden, sind seiit zwei Tagen so ziemlich falsch. Beispielsweise hätten wir heute Nacht 10 bis 15 Konten NEE erwartet. Doch es waren 25 + X Knoten NE. Unsre Kurswahl bezeichne ich als bewusst passiv. Wir sind auf einem Langdistanz-Rennen. Einigkeit herrscht vor, dass Nord nicht geht. Wir können nicht so tief fahren, wie wir es eigentlich bei Normalbesegelung könnten (siehe Schäden), aber final heute Nacht haben wir auf die direkte Linie in Richtung Rodney Bay eingeschwenkt. Wir sind gut im Feld der Mitfahrer positioniert für unseren langen Schlag. Das Ergebnis ist offen. Top 20 möglich. Unser Konkurrent Gunvor aus Gruppe 1A ist voraus, doch wenn wir es richtig beurteilen, hatten sie heute Nacht weniger Wind und mussten mehr Nord fahren. Über Nacht, bis zum 04:00 Report (erhalten wir von der ARCRallycontrol per Mail) scheinen wir mehr Süd und mehr West geschafft zu haben. Wir freuen uns schon auf die Telefonkonferenz heute um 14:00 UTC. Ein Tag ohne Beschädigung. Ja geht denn das ? Unser Boot wird wohl zum ersten Mal im Dauertest von Männern malträtiert. Das ist gut so, soll es doch um die Welt gehen und es kann nach Reparatur nur noch besser werden. Doch haben die Schäden grosse Auswirkung auf unsere taktischen Entscheidungen. Am stärksten limitiert uns ein teilweise defekter Spibaumbeschlag. Nach intensiver Schwer-Reparatur können wir eingeschränkt wieder Spifahren, trauen uns aber in Anbetracht der noch vor uns stehenden Strecke nicht an die grossen Ritte ran. Tendenziell steigt der Mut zum Ende hin, doch ein irreparabler Bruch würde uns zu sehr limitieren. Aktuell fahren wir bei 21-25 Knoten NE mit einem nach Luv verholten Gennacker SOG zwischen 9 und 11 Knoten. Das sieht zwar eigenartig aus, ist aber Materialschonend. Unser Wassermacher zieht Luft. Ursache: Kavitation, Resultat: übel stinkende Burschen. Mit viel Mühe konnten wir gestern mit gemeinen Tricks ein paar Liter Süsswasser dem Meer entreissen. Gut zu wissen, dass wir im Notfall eine Lösung parat hätten. Unser Eisenmann (Selbststeueranlage) rutscht durch, 40 % Ausfall Unsere beiden kleinen Selftaler Winschen sind auseinandergefallen. Merke: Winsch mit Plastikring ist nicht gut. Per Organspende haben wir aus zwei defekten eine halbwegs funktionierende Gebastelt. Speiseplan: Mannschaft will einen Fisch ab ca 1 Meter fangen, die Viecher sind aber nicht schnell genug für uns. Sensationell, neben der gesamten 12Moons, ist unser Schleppgenerator. Wir haben seit Beginn der Reise keinen einzigen Tropfen Sprit für die Stromerzeugung benötigt. Ein Geschwindigkeitsverlust ist nicht feststellbar.SY Twelve Moons
----------------------- Report bis Tag 3
Wir haben hier schon ziemlich viele teils heftige 'Baustellen' hinter uns gebracht. Am ersten Tag sind uns Falle gebrochen (die Stricke, an welchen die Segel hochgezogen werden). Zur Reparatur waren wir im Hafen am Südende der Insel. Der Strand von Las Palomas ist ja sehr bekannt bei Einzelreisenden! Am zweiten Tag haben wir einen Spinnacker und einen Gennacker eingerissen. Ist Zwischenzeitlich repariert. Ebenfalls am zweiten Tage war unsere Abwasserleitung vom Klo dicht! Zwei Stunden über Kopf haben wir versucht das Ding in Gang zu setzen. Mit Erfolg, es war aber trotzdem eklig. Ebenfalls an diesem Tag zwei in der Nacht haben wir eine Leine in unserer Schiffsschraube eingefangen. Ja richtig, wir sind ein Segelboot, aber wir brauchen die Motorunterstützung im hoffentlich niemals eintretenden Seenotfall. Am Tag drei, war Stefan also Tauchen bei viel Wind und wild um sich schlagendem Boot. Alles repariert, alle wohlauf, Stefan zwangsgewaschen. Aktuell erfreuen wir uns an einem noch nicht funktionierenden Stromgenerator. Um den kümmern wir uns später, segeln sollten wir ja bei Gelegenheit auch noch. Offenbar haben andere Boote ähnliche Probleme, zumindest wenn man dem Positionsreport glauben darf. Jetzt sind wir mit ca 10 Knoten noch ca 2.400sm, dh. ca 3.500km vom Zielpunkt Karibik weg. Rund um uns können wir nachts die Positionslaternen der anderen 260 Schiffe sehen. Zusätzlich sehen wir viele Schiffe auf unserem AIS Plotter. letzten Überquerung. Millionen von Sternen und unzählige Sternschnuppen, Meterhohe wellen, unendliche Weiten,unendliche Baustelle
----------------------- Report Tag 1
11:30 spektakulärer Auslauf aus der Marina bei Volksfeststimmung 13:00 verschlafener Start, Sonne 18 Knoten aus NNE, Code 0. Wir halten 45 Grad weg vom Land, um die windfreie Zone im Süden der Insel zu umgehen. Prognose sieht gut aus. 17:30 Spifall-Bruch auf der TwelveMoons, die Schachtfallrolle hat sich aufgelöst. Um das Risiko zu minimieren, laufen wir in Richtung Las Palomas querab an der Südspitze von Gran Canaria. Es fällt uns schwer rechts abzubiegen und aus der Wind Acceleration Zone südöstlich der Insel herauszufahren. 19:30 Uhr Einlauf in den Hafen nach Einbruch der Nacht, unser Skipper entschwindet in der Dunkelheit des 27 Meter Mastes 20:30 Auslauf aus der Marina, ab sofort mit zwei aussenliegenden Spifallen an freifliegenden Rollen. Windhund. Die windarme Zone, die wir ursprünglich umlaufen wollten, dürfen wir nun voll geniessen. Um einigermassen sinnvoll rauszukommen braucht es einen kleinen Nordschlänker. 13:00 Wegstrecke 180 sm mit Stop. Ist OK in Anbetracht der Umstände. Das Ranking scheint uns zweifelhaft. 14:00 neuer Kurs nach dem Insellee ist SSSO,Wind 12kn, 8.5 kn SOG Alle sind Gesund an Bord. Karibik wir kommen. TwelveMooons, MM Sonne 26 Grad

19.09.2011 | 505 European Championship Malcesine 2011 – Schomäker / Jess holen im letzten Rennen den Titel!

 

6 deutsche Teams unter den Top 10! Schomäker/ Jess holen als erstes Mixed Team den Sieg bei einer EM.

Die hochklassig besetzen Europameisterschaften 2011 am Gardasee in Malcesine sind gelaufen und die deutschen Teams fahren mit 6 Top Platzierungen nach Hause. Insgesamt waren 77 Boote aus 15 Nationen am Start. Am Gardasee traf sich fast alles, was Rang und Namen in der 505er Szene hat.  Da nur  5 Teams aus der Weltspitze fehlten, fanden die  Rennen auf echtem WM Niveau statt. Unter anderem „matchten“ sich:

-    Saugmann & Ramsbaek (DK): WM Titel 2007 und in den letzten Jahren immer unter den Top 6 der WM

-    Bojsen-Moeller & Bojsen-Moeller (DK):  Vize WM 2010, Dänischer Meister 2011, mehrfacher Europameister im 505er

-    Schomäker & Jess: Schomäker als beste 505er Steuerfrau und dt. Meister, Jess 505 Weltmeister und mehrfacher deutscher Meister

-    Findel & Tellen (GER): WM 3. 2006 und WM 4. In 2009, 2x Jugendweltmeister U-25 und Dt. Meister 2008/2009

-    Pinell (UK): 505 Weltmeister 2008 mit Schotte Ian Mitchell als 505 WM 1997 und 2006

-    Holt (US): 505 Vizeweltmeister 2009 & 2011

-    Stauffer & Jacot (SUI): 2011 Schweizer Meister

-    Diaz (US) ex. Weltmeister im Star und im Snipe

-    Quirk (AUS): Australischer Meister im 505er 2006, 2007 & 2009

-    Rush (GBR): ex. Weltmeister im Fireball

-    Smith (GBR): ex. Weltmeister im Fireball

-  Bogacki (GER): gerade 470er Olympia-Kampagne beendet, Französischer Meister 505

-    Kellner, Schoeler (GER): 2maliger KW Sieger im 505

... und viele Top-Segler mehr!

 

Das exzellente Regattarevier Gardasee bot den EM Teilnehmern eine grandiose Kulisse bei Temperaturen um 30 Grand und einer breiten Windpalette: von Starkwind bis Leichtwind Bedingungen.

Die EM hat die physische Kondition der Teams gefordert: es wurden 13 Rennen in 5 Tagen gefahren – jeweils morgens mit dem Vento aus Nord (erstes Signal um 7:55 Uhr) und nachmittags mit der Ora aus Süd (erstens Signal um 14 Uhr).